Im Osten nichts Neues

Bundestante Angela droht mit Aufruf zum Boykott der Fußballeuropameisterschaft.
Lediglich Innenminister Hans-Peter Friedrich kann in seiner Funktion als Sportminister (Was es alles gibt!) den Spielen beiwohnen.

Die Ukraine und Polen dürfen dieses Jahr die EM ausrichten und Gastgeber unter Freunden spielen.
Doof nur, wenn die Freunde keine richtigen Freunde sind und sich lieber Kleinkindtrotzig abwenden und Andere zum Fernbleiben animieren.

Hintergrund: Dass die Ukraine nicht gerade zimperlich mit der politischen Opposition umgeht, dürfte nichts Neues sein. Frau Timoschenkos blaue Flecken unterstreichen dies.
Da hilft auch kein Pornofilmimperium. Ist der Chef (Janukowitsch) erst mal böse kann selbst unsere Schwesterwelle kaum beschwichtigen und alles Wattebällchen werfen führt zu nichts.

Stellt sich ernsthaft die Frage warum man dies als Politikum benutzt, sind diese Umstände doch nichts neues und schon seit längerem bekannt.
Ob nun Recht oder Unrecht, würde es darum gehen, dass nur in Ländern Fußball gespielt werden darf, in dem Menschenrechte, Demokratie und freie Meinungsäußerung gelten, würde die Wahl wohl sehr eng werden und selbst Deutschland (Freister Staat auf Deutschem Boden) müsste boykottiert werden.

Menschenrechte sind ein sehr hohes Gut und man sollte eben diese im eigenen Land überwachen und ausführen und nicht ständig vor fremden Haustüren kehren.

Stellt sich zum Schluss die Frage, ob sich überhaupt jemand davon abhalten ließe, Fußball zu sehen. Ist diese Veranstaltung nicht zu Letzt eben jenes “Opium fürs Volk” oder die “Brot und Spiele”, welche von oben genannten Problemen ablenken sollen.

Piraten und das Inzestverbot

Ich möchte hier ein paar Zeilen zu dem von Franz angesprochenen Thema schreiben.

Ich bin mir zunächst nicht sicher, ob die Ablehnung des Inzestverbots so überhaupt im Allgemeininteresse aller und vor allem der Mitglieder der Piratenpartei steht. Vermutlich ist es auch hier wie so oft: die wenigen Schreihälse bekommen Gehör. Ich hoffe, dass dieses Thema genau so ein Unfugthema ist wie das Absprechen von Leistungsschutzrechten. Aber das ist noch mal etwas Anderes.

Das erneut bestätigte Verbot hat seine Daseinsberechtigung: Eltern, die zu eng miteinander verwandt sind, haben in der Regel kranke Kinder. Wir krank, das tut jetzt nichts zur Sache.

Die Piraten führen an, dass ein Inzestverbot untragbar wäre, weil den Menschen das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit entzogen würde. Es geht also um das Recht derjenigen, die den Inzest betreiben wollen. Offensichtlich geht es nicht um das Recht jener (ungeborenen) Menschen, die möglicherweise ihr ganzes Leben unter ihrer Krankheit leiden müssten.

Wenn man schon kein richtiges Parteiprogramm hat, dann sucht man sich eben solche Themen heraus. Als ob in diesem Land keine wichtigeren Entscheidungen anstünden.