Piraten und das Inzestverbot

Ich möchte hier ein paar Zeilen zu dem von Franz angesprochenen Thema schreiben.

Ich bin mir zunächst nicht sicher, ob die Ablehnung des Inzestverbots so überhaupt im Allgemeininteresse aller und vor allem der Mitglieder der Piratenpartei steht. Vermutlich ist es auch hier wie so oft: die wenigen Schreihälse bekommen Gehör. Ich hoffe, dass dieses Thema genau so ein Unfugthema ist wie das Absprechen von Leistungsschutzrechten. Aber das ist noch mal etwas Anderes.

Das erneut bestätigte Verbot hat seine Daseinsberechtigung: Eltern, die zu eng miteinander verwandt sind, haben in der Regel kranke Kinder. Wir krank, das tut jetzt nichts zur Sache.

Die Piraten führen an, dass ein Inzestverbot untragbar wäre, weil den Menschen das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit entzogen würde. Es geht also um das Recht derjenigen, die den Inzest betreiben wollen. Offensichtlich geht es nicht um das Recht jener (ungeborenen) Menschen, die möglicherweise ihr ganzes Leben unter ihrer Krankheit leiden müssten.

Wenn man schon kein richtiges Parteiprogramm hat, dann sucht man sich eben solche Themen heraus. Als ob in diesem Land keine wichtigeren Entscheidungen anstünden.