Politiker und “Dateien”

Man darf am Sachverständnis unserer Politiker zweifeln, bezeichnen Sie doch jede Form einer Datenbank, eines Speichers, einer Kartei oder sonstige Informationsvorräte mittlerweile als Datei.

Also eine Datei, das ist für mich ein kleines Datenstück, das eine vergleichsweise Geringe Menge an Informationen enthält – zum Beispiel als Dokument oder als Bild.

Eine Datei, das ist kein geeigneter Container für Daten über

  • Terroristen
  • Islamisten (man entschuldige die Nennung im selben Satz)
  • Telefon- und Internetbenutzer
  • Autofahrer

Letztere sind der aktuelle Anlass für diesen kleinen Text; denn Verkehrsminister Ramsauer plant ja, das hat sich längst rumgesprochen, eine Reform des Punktesystems mit dem Flensburger Verkehrssünderregister.

Ein Register – das wäre doch ein schöner Ausdruck für einen solchen Informationsbehälter. Aber eine Datei? Kann ich mir dann eine Antiterrordatei aus dem Internet Explorer auf mein Facebook runterladen? Hoppla, da setzt das Sachverständnis auch beim Verfasser aus.