Das Gema-Paradoxon

Ein Freund von mir ist Musiker und spielt regelmäßig bei musikalischen Veranstaltungen entweder als Musiker oder als Organisator tragende Rollen. Da ist es überhaupt nicht verwunderlich, dass man ab und zu der Gema begegnet. Die Gema ist eine Verwertungsgesellschaft für Musiker: die melden ihre Werke bei der Gesellschaft an; werden sie vorgeführt, zieht die Gema bei den Veranstaltern eine Gebühr ein und gibt einen Teil davon an die Urheber weiter. So weit, so gut, ich will hier überhaupt nicht in Frage stellen, dass auch Künstler zu ihrem Geld kommen sollen.

Das eigentliche Paradoxon ist doch: Veranstaltungen, die mit Plakaten beworben werden, müssen der Gema gemeldet werden. Dagegen müssen Veranstaltungen, die mit Mund-zu-Mund-Propaganda beworben werden, nicht angezeigt werden. Weiterlesen